IT-Fachkräfte aus Pakistan
a) Verschiedene mögliche Szenarien
Wir möchten mit unseren IT-Fachkräften aus Pakistan dem Fachkräftemangel entgegenwirken und Unternehmen dabei unterstützen, ihre offenen Stellen in den verschiedenen IT-Bereichen zu besetzen. Dabei sind verschiedene Szenarien möglich:
1. Festanstellung von IT-Fachkräften, die aus Pakistan nach Deutschland kommen
und als fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort im Unternehmen arbeiten. Hier steht uns ein großer Pool von mehreren Tausend möglichen Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung, die von unserem Joint Venture Partner Ähdus Technology für eigene Projekte akquiriert wurden und auf Abruf zur Verfügung stehen.
2. Festanstellung von IT-Fachkräften aus Pakistan und anderen Ländern, die bereits in Deutschland leben und arbeiten.
Hier befindet sich unser Pool noch im Aufbau, er enthält aber auch bereits mehrere Hundert Kandidatinnen und Kandidaten, die an einem Wechsel ihres Arbeitsplatzes interessiert und bereits in Deutschland heimisch sind.
3. Remote-Unterstützung durch IT-Fachkräfte, die von Pakistan aus als freie bzw. externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agieren
und bei unserem Joint Venture Partner Ähdus Technology angestellt sind. Statt ein monatliches Gehalt zu überweisen, erhalten Sie von Ähdus eine monatliche Abrechnung für die geleisteten Arbeiten. Eine gute Möglichkeit, um künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine potenzielle Festanstellung zu testen.
4. Befristete, projektbezogene Mitarbeit entweder vor Ort in Deutschland oder remote aus Pakistan.
Die Fachkräfte, die Sie bei Ihren Projekten begleiten, sind bei unserem Joint Venture Partner Ähdus Technology angestellt und Sie erhalten eine monatliche Abrechnung für die geleisteten Arbeiten.
5. Alternativ: Projekt-Umsetzung durch unseren Joint Venture Partner Ähdus Technology als externem IT-Dienstleister.
Ähdus verfügt in seiner Niederlassung in Pakistan über ein Team von rund 50 Entwicklern, die Ihre Projekte kompetent umsetzen können. Die direkte Projektbetreuung erfolgt über die Ähdus-Mitarbeiter in Deutschland.
b) Onboarding
Um IT-Fachkräfte von Pakistan in ein Arbeitsverhältnis nach Deutschland zu bringen und sie hier schnellstmöglich in die Gemeinschaft zu integrieren, sind einige Vorarbeiten nötig. Diese nehmen wir unseren Kunden ab, damit sie keinen oder nur einen minimalen Mehraufwand haben. Unter anderem übernehmen wie diese Aufgaben:
- Beantragen des Arbeitsvisums über die deutsche Botschaft in Islamabad
- Anmelden der Fachkraft zu einem Deutschkurs am Goethe-Institut oder einem anderen für die deutsche Sprache zertifizierten Sprachinstitut in Pakistan. Die Fachkraft muss sich in jedem Fall während der Wartezeit auf das Visum Deutschkenntnisse auf A1-Level aneignen, wir streben jedoch immer einen Start auf A2-Level an.
- Vermittlung einer deutschen Krankenversicherung
- Suche nach einer Unterkunft am Arbeitsort, falls der neue Arbeitgeber keine Unterkunft bieten kann.
- Abholung am Flughafen und Transport an den neuen Wohnort
- Arrangieren eines lokalen (Sport)Vereins zur gesellschaftlichen Eingliederung
- Einbinden in regionale pakistanische oder südasiatische Community
- Herstellen des Kontakts zu einer regionalen Sprachschule zur Verbesserung der Deutschkenntnisse
c) Deutsch-Kenntnisse
Es ist uns bewusst, dass die Deutsch-Kenntnisse der Bewerberinnen und Bewerber eine große Unbekannte sind, die manches Unternehmen davon abhält, ihre freien IT-Jobs mit Arbeitskräften aus dem Ausland zu besetzen. Natürlich kann man bei ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine perfekten Deutsch-Kenntnisse erwarten.
Wir legen jedoch höchsten Wert darauf, dass unsere IT-Fachkräfte bei ihrer Ankunft an ihrem neuen Arbeitsplatz mindestens Deutsch auf A1- oder im Idealfall auf A2-Level sprechen. Sobald der Arbeitsvertrag unterschrieben und das Visum beantragt ist, hat die IT-Fachkraft drei bis vier Monate Zeit, um die entsprechenden Sprachkenntnisse zu erwerben. Wir arbeiten hier mit dem Goethe Institut sowie weiteren zertifizierten Sprachinstituten in Pakistan zusammen, bei denen wir Ihre neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Deutschkursen anmelden.
Deutsch zu lernen, ist ein fortlaufender Prozess. Deshalb halten wir schon vor der Ankunft nach Sprachschulen am neuen Wohnort Ausschau, damit die in Pakistan erlernten Grundkenntnisse vor Ort vertieft und dann auch gleich praktisch angewendet werden können.
Sind für eine Arbeitsstelle gute Deutschkenntnisse auf B1-Level oder höher erforderlich, können wir alternativ zu unserer Fachkräfte-Datenbank in Pakistan auch in unserem wachsenden Pool an IT-Fachkräften aus Pakistan und anderen Ländern, die bereits seit längerer Zeit in Deutschland wohnen und arbeiten, nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten schauen.
d) Weshalb Pakistanische IT-Fachkräfte?
Das Durchschnittsalter der rund 235 Millionen Einwohner in Pakistan beträgt ca. 24 Jahre. Über 60 Prozent der Bevölkerung ist unter 30 Jahre alt.
Die pakistanische Regierung unterstützt die IT-Industrie durch beschleunigte Digitalisierungsprojekte, Forschung und Innovation, Software-Technologie Parks, subventionierte Bandbreite, internationales Marketing, internationale Zertifizierungen, Praktika und Ausbildung.
Die pakistanische IT-Industrie verfügt über ein ausgereiftes Ökosystem, das die Bedürfnisse globaler Unternehmen zu vergleichsweise niedrigen Preisen bedienen kann. In Pakistan sind über 10.000 IT-Unternehmen registriert. Dort arbeiten mehr als 500.000 englisch sprechende IT-Experten mit Fachkenntnissen in den verschiedensten IT-Technologien.
Durch die Förderprogramme der Regierung und das junge Durchschnittsalter der Bevölkerung bringen die pakistanischen Universitäten jährlich über 25.000 IT-Absolventen und Ingenieure hervor.
Das riesige Potenzial, das in den jungen IT-Fachkräften u.a. aus Pakistan steckt, hat auch die deutsche Bundesregierung erkannt. Im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes hat sie den Weg für ausländische Fachkräfte frei gemacht, um in Deutschland u.a. einen der laut einer Bitkom-Studie rund 149.000 unbesetzten IT-Jobs zu besetzen.

e) Das Land Pakistan
Geografische Lage:
Südasien, angrenzend an den Iran, Afghanistan, die Volksrepublik China und Indien.
Hauptstadt: Islamabad
Amtssprachen: Urdu, Englisch
Regierungsform:
Islamische Republik Pakistan (föderale, parlamentarische bzw. semipräsidentielle Republik)
Entfernung von Deutschland:
ca. 5.300 Kilometer, Flugzeit ca. 9,5 Stunden
f) Fachkräfteeinwanderungsgesetz
Im Juni 2023 hat die Bundesregierung eine Reform des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes beschlossen, dessen Ziel es ist, die Einwanderung von ausländischen Fach- und Arbeitskräften zu erleichtern und deutlich zu steigern. Das neue Gesetz besteht aus mehreren Teilen, die sukzessive bis zum 1. Juni 2024 in Kraft gereten sind.
Die Blaue Karte EU
Die Blaue Karte EU (EU Blue Card) ist ein Aufenthaltstitel für Akademikerinnen und Akademiker von außerhalb der EU, die in einem EU-Mitgliedsstaat eine qualifizierte Beschäftigung aufnehmen möchten. Voraussetzungen für die Blaue Karte EU sind ein akademischer Hochschulabschluss und ein Arbeitsvertrag mit einem festgeschriebenen Mindestbruttogehalt.
IT-Fachkräfte mit einem Hochschulabschluss aus ihrer Heimat, einem konkreten Jobangebot eines Betriebs in Deutschland für mindestens sechs Monate für eine der Qualifikation angemessene Arbeitsstelle und einem Bruttojahresgehalt in Höhe von mindestens 48.300 Euro (im Jahr 2025) bekommen die Blaue Karte EU zugeteilt.
Auch IT-Fachkräfte ohne formalen Bildungsabschluss, die in den letzten sieben Jahren mindestens drei Jahre Berufserfahrung im IT-Bereich gesammelt haben, ein konkretes Arbeitsplatzangebot als IT-Fachkraft in Deutschland für mindestens sechs Monate nachweisen können und ein Bruttojahresgehalt in Höhe von mindestens 43.759,80 Euro (im Jahr 2025) bekommen, haben Anspruch auf Erteilung einer Blauen Karte EU nach § 18g AufenthG.
Die Blaue Karte EU wird für die Dauer des Arbeitsvertrags zuzüglich drei Monaten, höchstens aber für vier Jahre, ausgestellt. Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist eine Verlängerung des Aufenthaltstitels in Deutschland möglich.
Nach 27 Monaten können Inhaberinnen und Inhaber einer Blauen Karte EU eine Niederlassungserlaubnis erhalten, wenn sie Deutschkenntnisse auf A1-Niveau gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) nachweisen können. Wird das Sprachniveau B1 erreicht und nachgewiesen, kann die Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten erteilt werden. Die Niederlassungserlaubnis ist unbefristet und beinhaltet das Recht zur Erwerbstätigkeit.
Wichtige Links zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz und zur Blauen Karte EU
Neue Wege zur Fachkräftegewinnung – Beitrag auf bundesregierung.de vom 23.05.2024
www.make-it-in-germany.com – das Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland
Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf einen Blick – ausführliche Beschreibung des Fachkräfteeinwanderungsgesetztes auf make-it-in-germany.com
Blaue Karte EU – ausführliche Beschreibung Blauen Karte EU auf make-it-in-germany.com
Wie bekomme ich die Blaue Karte EU? – 5:25 Minuten langes Erklärvideo auf dem Youtube-Kanal von „Make it in Germany“